KI-gestützte Tools drängen immer stärker in den Workshop-Alltag. Aber was funktioniert davon wirklich – und was bleibt noch Zukunftsmusik? Genau darum ging es beim Facilitators-Feierabend Vol. 8 in Hamburg, wo ich einen Impuls geben und eine Session gestalten durfte.
Gemeinsam mit über 20 Teilnehmenden haben wir ausprobiert, wie KI-Tools im Kontext von Facilitation eingesetzt werden können – in der Vorbereitung, während des Workshops und bei der Nachbereitung. Dabei haben wir ganz bewusst experimentiert, live und improvisiert.
Was hat gut funktioniert?
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KI-gestützte Zusammenfassungen: schnell, prägnant, meist hilfreich
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Automatisierte Transkriptionen von Gruppengesprächen: praktisch für die Dokumentation
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Erste Impulse für KI als eine Art „Co-Facilitator“
Was hat (noch) nicht funktioniert?
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KI braucht klaren Kontext – sonst werden die Ergebnisse beliebig
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Visuelle Strukturhilfen (Post-its, Wände, Haptik) lassen sich nicht einfach digital ersetzen
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Die Steuerung durch Menschen bleibt entscheidend, vor allem für Zwischentöne und Dynamiken
Unsere Top-Learnings
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Facilitation bleibt ein menschliches Feld – KI kann unterstützen, aber nicht ersetzen
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Post-its sterben nicht so schnell – visuelle Struktur bleibt wichtig
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Klarheit darüber, wofür und wann KI sinnvoll genutzt wird, ist entscheidend
Mein Fazit: KI ist ein spannender Begleiter im Workshopraum, aber kein Ersatz für die menschliche Facilitation. Sie kann Dokumentation und Strukturierung erleichtern – die zwischenmenschliche Ebene bleibt jedoch zentral.